Abgeordnete/r im Wahlkreis: Kiel

Beruf / Fachgebiet:

Facharzt für Chirurgie, Schwerpunkt kurzstationäre endokrine (Schilddrüsen) Chirurgie und minimal invasive Eingriffe (Hernien, Gallen)

Geboren am:

01.12.1948

Stellvertreter:

Dr. Ralf W. Schmitz, Facharzt für Chirurgie in Kiel


Berufspolitische Ämter:

  • Vorsitzender der Abgeordnetenversammlung, Mitglied des Beirates und verschiedener Ausschüsse der KVSH
  • Mitglied der Kammerversammlung und des Vorstandes der Ärztekammer SH
  • Mitglied des RPN Kiel und des Kieler Ärztevereins

Berufspolitische Ziele:

Berufspolitik hat leicht den Hautgout des gruppenegoistischen Lobbyismus oder sie gilt als demokratisches Feigenblatt gegen eine übermächtige Politik, gegen die doch nichts zu machen ist. Beides, das habe ich in den vergangenen Jahren eigenen ehrenamtlichen Engagements in unserer KV gelernt, ist nur zum geringeren Teil richtig. Für Veränderungen braucht man Mehrheiten. Schön, wenn man sie für eigene Vorstellungen erreicht, gewinnbringend aber auch, andere Standpunkte kennenzulernen und vielleicht dann einer anderen Mehr- (oder Minderheit) anzugehören, als zunächst gedacht. Gelegentlich ist es aber auch notwendig, weder zu wackeln, noch zu wanken.

Nicht wackeln und wanken werde ich in folgenden Punkten:

• Freiheit, Vertrauen und Verantwortlichkeit sind die tragenden Säulen unseres Berufes. Der im Dschungel medizinischer Möglichkeiten hilfesuchende Kranke muss darauf vertrauen können, dass sein Arzt ohne Beeinflussung durch Fremdinteressen versucht, das Optimum für ihn zu erreichen. Voraussetzung dazu ist der Erhalt der Freiberuflichkeit und – wo immer möglich – auch der Selbständigkeit in Einheiten überschaubarer Größe
• Unser derzeitiges Gesundheitssystem aber ist geprägt von Zentralismus, Bürokratie und Planwirtschaft. Dies gilt es, grundlegend zu ändern.

Ich bin davon überzeugt,

• dass ein intransparentes Sachleistungsprinzip Rationierung und Priorisierung verschleiert, Kostenbewußtsein verhindert und Eigenverantwortichkeit und Eigenbeteiligung, die zur individuellen Entscheidungsfreiheit dazugehören, behindert
• dass wir anstelle einer Bürgerversicherung eher eine ‚PKV-isierung der GKV’ mit direktem Vertragsverhältnis der Versicherten zu Ärzten und anderen Leistungserbringern mit Einzelleistungsvergütung brauchen.
• dass die Abkehr vom Sachleistungsprinzip hin zu direkten Vertragsverhältnissen mit Kostenerstattung aber nur dann realisiert werden kann und darf, wenn wirkliche Chancengleich Aller für den Zugang zu medizinischen Leistungen gewährleistet ist.

Mir ist klar,

• dass eine so grundlegende Änderung des Gesundheitssystems nicht von heute auf morgen zu erreichen ist, dass aber bestehende Chancen auch genutzt werden müssen.
• dass wir zunächst auch weiterhin nicht umhinkommen, knappe Mittel möglichst ‚gerecht’ verteilen zu müssen.
• dass aber auch in einer ‚PKV isierten’ Welt KV’en nötig sind, die in kollektivvertraglichen Regelungen Garanten der ambulanten Versorgung bleiben müssen.
• dass es dazu einer von allen Gruppen, von Haus- und Fachärzten, gleichermaßen und gemeinsam getragenen KV bedarf.

Ich wünsche mir

• Eine Abgeordnetenversamlung möglichst frei von Gruppenegoismen, deren Hauptinteresse dem Erhalt einer flächendeckenden Haus- und Fachärztlichen ambulanten Versorgung durch freiberuflich selbständig niedergelassene Kolleginnen und Kollegen gilt.
• und bitte deshalb um Ihre Stimme, um dazu weiter beitragen zu können


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