Abgeordnete/r im Wahlkreis: Ostholstein

Beruf / Fachgebiet:

Facharzt für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde; Sportmedizin in Neustadt

Geboren am:

02.10.1961

Stellvertreter:

Dr. med. Andreas Brüning, Facharzt für Innere Medizin in Bad Malente


Berufspolitische Ämter:

  • Mitglied der Abgeordnetenversammlung der KVSH 
  • Mitglied im beratenden Fachausschuss für die fachärztliche Versorgung

Berufspolitische Ziele:

Ich halte es für wichtig, eine starke, handlungsfähige KV als Vertreter der gesamtärztlichen Interessen aller Leistungserbringer in Schleswig-Holstein zu erhalten. Der Ausgleich und die gute Zusammenarbeit zwischen Fachärzten und Hausärzten hat in den letzten Jahren in der KVSH gut funktioniert. Im Gegensatz zu anderen  Bundesländern arbeitet hier die Abgeordnetenversammlung, unabhängig ob Facharzt, Hausarzt oder Psychotherapeut, sachgerecht für die Gesamtheit aller Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein zusammen und damit auch für die Patienten in unserem Land. Daran war ich in den letzten Jahren beteiligt und würde es auch gern in der nächsten Legislaturperiode wieder tun.

Für die nächsten Jahre halte ich folgende Punkte für wichtig:

  1. Schutz der ärztlichen Freiberuflichkeit durch eine enge Zusammenarbeit der niedergelassenen Ärzte. Nur zusammen können wir Fach- und Hausärzten die Freiheit unseres Berufes verteidigen. Der Erhalt einer flächendeckenden haus- und fachärztlichen ambulanten Versorgung durch freiberuflich selbständig niedergelassene Kolleginnen und Kollegen halte ich dafür für unabdingbar.
  2. Das Vergütungssystem muss Leistungsgerecht und angemessen sein. Dies muss weiter verbessert werden. Dies funktioniert nur mit einer starken KVSH als Verhandlungspartner. Die heutige Honorierung ist seit über 10 Jahren immer noch auf einem Low-Budget-Niveau. Top-Leistung zum Niedrigstpreis. Dazu gehören aber auch Kostenbewusstsein, Eigenverantwortlichkeit und Eigenbeteiligung.
  3. Der Grundsatz ambulant vor stationär sollte weiterhin Gültigkeit besitzen. Die Ausdehnung der Krankenhäuser in den ambulanten Bereich durch klinikgesteuerte MVZs muss zurückgedrängt werden. 
  4. Einhaltung des Datenschutzes und Arztgeheimnisses zum Schutz unserer Patienten statt unkontrollierter Datenübermittlung. Wir sind nicht Angestellte der Krankenkassen, sondern Partner und „Anwälte“ unserer Patienten.

    Wir haben in den letzten Jahren häufig genug bewiesen, dass unsere Tätigkeit nicht nur eine hervorragende medizinische Qualität hat, sondern auch noch ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Die Mehrheit der Patienten fühlen sich gut versorgt und vertrauen den Ärzten. Nicht umsonst wird das deutsche Gesundheitssystem im Ausland bewundert und hoch eingestuft, wohingegen es in Teilen der bundesdeutschen Presselandschaft und in der Politik „schlecht geredet“ wird. Da findet Lobbyarbeit über die Köpfe der Ärzte hinweg statt, was zu immer weiteren Reformen, Korrekturen und Gegenreformen führte ohne aber zu einer vorausschauenden, realistischen und  vielleicht auch visionären Gesundheitspolitik zu führen. Und daran müssen wir weiter arbeiten.

 


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