Abgeordnete/r im Wahlkreis: Segeberg

Beruf / Fachgebiet:

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin in Bad Segeberg

Geboren am:

22.05.1953

Stellvertreter:

Svante Gehring, Facharzt für Allgemeinmedizin in Nordersteft


Berufspolitische Ämter:

  • Stellvertretender Vorsitzender der Abgeordnetenversammlung der KVSH; als solcher Mitglied oder Gast in fast allen Ausschüssen der Abgeoredneten (u.a. Beirat, FA Psychotherapie, HVM); außerdem Mitglied in Vorstandsausschüssen der Verwaltung (u.a. Berufungsausschuss)
  • Schriftführer und Vorstandsmitglied im BVDN-SH (Nervenärzte und Psychiater) und im bvvp-sh (fachgruppenübergreifender Berufsverband der Psychotherapeuten)

Berufspolitische Ziele:

Seit fast 20 Jahren bin ich in der KVSH engagiert, seit 16 Jahren in verantwortlichen Positionen (ehrenamtliches Vorstandsmitglied, stellv. Vorsitzender der Abgeordnetenversammlung).

Das Recht zur Selbstverwaltung aller beruflichen Belange in Körperschaften des öffentlichen Rechts ist der Vertrauensbeweis der Gesellschaft in unseren genau dadurch erst Freien Beruf. Nachdem die Politik um die Jahrtausendwende Versuche der Schwächung und Demontage erfolglos unternommen hatte, ist es seit den großen Ärzteprotesten um 2006 von dieser Seite her ruhiger geworden. Angesichts des nach zahlreichen Rechtsreformen und Verordnungen immer komplizierteren und undurchschaubaren Gesundheitswesens braucht die Politik die Selbstverwaltung dringender denn je.

Dafür hat das durch falsch verstandene Sparpolitik seit 25 Jahren eingeträufelte Gift der Zwietracht durch zu knappes Geld nun begonnen, die Eigendemontage der KV-Welt zu befördern. Die KBV in Berlin und einige in Blockaden und Feindseligkeiten verstrickte Landes-KVen sind abschreckende Beispiele. Sie bewirken schlimmen Vertrauensverlust bei Öffentlichkeit und Politik, diesmal aber durch uns selbst verursacht.

Scheinbare Antagonismen zwischen Hausärzten und Fachärzten (als wären sie je von anderen Sternen), zwischen Krankenhäusern und Niedergelassenen, zwischen selbständig Tätigen und Angestellten lenken von der alle verbindenden gemeinsamen Aufgabe ab, gemeinsam das Beste für unsere kranken Patienten anzustreben. Hiervon dürfen uns weder versuchte Eingriffe in das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient, noch ökonomisch geprägte Verwaltungsvorgaben oder egalisierende Leitlinien, noch ausufernde Bürokratie und Dokumentationswahn abhalten.

Meinen Beitrag möchte ich weiterhin leisten, den Frieden und den dialogbereiten Zusammenhalt zu wahren, wie er bundesweit fast einzig noch in Schleswig-Holstein zwischen den divergierenden Gruppierungen besteht. Immer sind es mehr die einzelnen Personen in verantwortlicher Stellung, die Gefahr laufen, aus politischem Machtstreben, Rivalität oder persönlicher Kränkung den Unfrieden zu befördern. Auf der Ebene der niedergelassenen Ärzte hinterlässt das alles meist nur Ratlosigkeit und Unverständnis, weil die vorgeführten Konfliktlinien wenig mit der eigenen meist kollegial erlebten Berufsrealität zu tun haben.

In Schleswig-Holstein haben wir auf Grund unserer unterschiedlichen Erfahrungen in unseren Berufszusammenhängen zwar auch verschiedene Meinungen und Zukunftsvorstellungen, doch diskutieren wir diese offen, manchmal auch leidenschaftlich, aber immer auf der Sachebene und ohne persönliche Animositäten oder Feindseligkeiten.

Als Vertreter für alle Ärzte in Schleswig-Holstein möchte ich in diesem Sinne weiter in der KVSH wirken und bitte dafür um Ihr Vertrauen.

 


SUCHWORT EINGEBEN UND TASTE ENTER / RETURN DRÜCKEN ODER AUF DIE LUPE KLICKEN