Abgeordnete/r im Wahlkreis: Stormarn

Beruf / Fachgebiet:

Facharzt für Orthopädie in Ahrensburg

Geboren am:

23.11.1966

Stellvertreter:

Dr. med. Jens Christiansen, Facharzt für Innere Medizin in Reinbek


Berufspolitische Ämter:

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Vielen Dank, dass Sie mir 2010 das Vertrauen geschenkt und mich zu Ihrem Vertreter in der Abgeordnetenversammlung (AV) der KVSH gewählt haben.

  • Vertreter in der Abgeordnetenversammlung (AV) der KVSH seit 2010.
  • Mitglied des Finanzausschusses der AV
  • Mitglied des Bauausschusses der AV
  • Mitglied des Fachausschusses Fachärzte der AV
  • Vorstandsausschuss Praxisnetze der KVSH
  • Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Säuglingshüfte
  • stellvertretendes Mitglied in der Sono-Kommission der KVSH
  • Referent bei Refresher-Kursen der KVSH zur Sonographie der Säuglingshüfte.
  • Menesto: Gründungsmitglied und Vorstand des Medizin-Netzes-Stormarn e.G. (Menesto)
  • Ärztenetz Ahrensburg e.V. (ÄNA): seit vielen Jahren Mitglied, einige Jahre im Vorstand aktiv und zuletzt dessen Vorsitzender.

Berufspolitische Ziele:

Deutschland hat ein sehr gutes und auf der ganzen Welt vielbewundertes Gesundheitssystem. Wir Ärztinnen und Ärzte sind dafür in wesentlichen Teilen verantwortlich und können zu Recht stolz darauf sein.

Und doch, es will sich die rechte Zufriedenheit nicht einstellen. Patienten fühlen sich, trotz freier Arztwahl und einem Zugang zu medizinischer Leistung, der auf der ganzen Welt seinesgleichen sucht, nicht ausreichend betreut. Krankenkassen wittern allenthalben Fehlverhalten der Kassenärztinnen und -ärzte, sind aber selbst mehr mit dem Verwaltungs- und Kontrollapparat beschäftigt als mit sachdienlicher Patientenversorgung. Krankenhäuser beklagen einen Investitionsstau wegen fehlender Zahlungen der Bundesländer, hadern mit den stationären Vergütungsregeln und wildern im Budget der Kassenärzte (Krankenhaus-MVZs).

Wir niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte leiden unter einer sehr hohen Arbeitsbelastung, einer Unterfinanzierung der Leistungen und der in direkter Folge implementierten Budgetierung, den verschiedenen Regressdrohungen und unter dem Generalverdacht der gesetzlichen Krankenkassen und der Politik, wir würden jede Aktivität zum eigenen Vorteil nutzen, fleißig Korruption betreiben und erst als letztes die Versorgung der Patienten im Auge haben.
Es bedarf schon einer besonderen Zähigkeit, sich in diesem System als Patient, niedergelassene/r Ärztin/Arzt oder auch als anderer Akteur zurechtzufinden und die durchaus bekannten Unzulänglichkeiten auszuhalten.

Ich bin nicht bereit, mich mit diesen Unzulänglichkeiten abzufinden und will etwas dagegen tun, dass …
• … immer noch Leistungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen nicht oder so ungenügend vergütet werden, dass man einen Sponsor (PKV) braucht.
• … wir immer mehr Zeit mit Formularen und Anfragen verbringen, statt uns um unsere Patienten zu kümmern?
• … wir immer noch mit unserem Budget haftbar gemacht werden können für die Schwere und Dauer der Erkrankung unserer Patienten?

Hier muss sich dringend etwas ändern!

Ich bin mir im Klaren darüber, dass ich auch als Mitglied der Abgeordnetenversammlung der KVSH nicht in der Lage sein werde, alle Fehlentwicklungen komplett zu verhindern oder zu stoppen. Aber versuchen will ich es wenigstens und die Stimme so erheben, dass sie in der KVSH in Bad Segeberg und der KBV in Berlin, sowie auch in der Politik in Kiel und auch Berlin gehört wird.

Ich stehe für eine …
• … Einheit aus Haus- und Fachärzten (hier besonders zusammen mit meinem Stellvertreter Dr. Jens Christiansen, hausärztlicher Internist aus Reinbek). Diese Einheit macht uns stark und ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können. Das zeigt die Arbeit vor Ort in den Praxisnetzen genauso wie auf Landes- oder Bundesebene.
• … möglichst starke KVSH, die noch mehr als bisher die Interessen aller niedergelassenen Ärzte in Schleswig-Holstein vertreten muss statt nur Gesetze der Politik oder Verordnungen der KBV umzusetzen. Dazu gehört auch, dass mit unseren Beiträgen verantwortungsvoll umgegangen wird und ein optimaler Service geboten wird.
• … Beibehaltung der hohen Qualität der Behandlung unserer Patienten durch in ihrer Therapieentscheidung unabhängige und freiberuflich tätige Ärztinnen und Ärzte.
• … leistungsgerechte und transparente Vergütung aller von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten erbrachten Leistungen. Die Verpflichtung zur unbegrenzten Abgabe von Leistungen bei weiterbestehenden Budgets ist nicht akzeptabel. Der Patient sollte meiner Meinung nach in Zukunft mehr Verantwortung tragen für sein Verhalten, sei es für notwendige oder nicht so notwendige Arztkontakte oder sei es für ein gesundheitsbewusstes Verhalten.
• … für die Gleichberechtigung von ambulanter und stationärer Leistung. Solange Krankenhäuser Millionenbeträge aus dem Landeshaushalt für die Sicherstellung der stationären Versorgung erhalten, damit ihre Infrastruktur nach Belieben aufrüsten und diese Infrastruktur wie selbstverständlich auch für ambulante Behandlungen nutzen, haben Krankenhäuser in der ambulanten Versorgung nichts verloren. MVZ´s in der Trägerschaft eines Krankenhauses gehören abgeschafft, die Öffnung der Krankenhausambulanzen gehören auf das notwendigste Maß beschränkt.
• … Konzentration unserer täglichen Arbeit auf die ärztliche Tätigkeit. Für alles Andere müssen andere Lösungen gefunden werden.

Wenn Sie sich mit diesem Programm und diesen Zielen identifizieren können, dann bitte ich Sie im September um Ihre Stimme für mich und meinen Stellvertreter Dr. Jens Christiansen.


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